
Wilhelm Keller, Hirtenfeld bei Bethlehem (1979)
Vortrag & Ausstellung
Wilhelm Keller (1920–2008)
Der Künstler und das Volksliedarchiv
Die Archivbestände des „Arbeitsausschusses für das Volkslied in Salzburg“ wären in der Nachkriegszeit wohl verloren gegangen, hätte sich nicht der einst von den Nazis als „Halbjude“ verfolgte Komponist Wilhelm Keller ihrer angenommen. Vor dem Hintergrund seiner spannenden Biografie haben Kunsthistorikerin Mag. Julia Wörndl-Brandweiner und Musikwissenschaftler Dr. Wolfgang Dreier-Andres einen Bogen von Wilhelm Kellers Arrangements und Kompositionen bis hin zur bildenden Kunst, die er hinterlassen hat, geschlagen. Der Komponist, Künstler und Pazifist Wilhelm Keller wurde so in seinen vielfältigen Facetten und Mehrfachbegabungen beleuchtet, immer im Kontext des Zeitgeschehens. Die zahlreiche Teilnahme an der Veranstaltung ist ein Beleg für das Wirken Kellers, etwa im Aufbau des Orff-Institutes sowie als Pionier auf dem Gebiet der musikalischen Sozial- und Heilpädagogik und nicht zuletzt als Friedensaktivist.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der Salzburger Tage der Archive 2026 in Kooperation von Salzburger Volksliedwerk, Salzburger Volkskultur und Referat Volkskultur, kulturelles Erbe und Regionalmuseen statt. Die Verwendung der Abzüge von Wilhelm Kellers Bildern in Form einer temporären Ausstellung im Foyer des Hauses der Volkskulturen erfolgte mit freundlicher Genehmigung seiner Tochter Dr. Manuela Widmer, die diese Bestände dem Archiv des Salzburger Volksliedwerkes überlassen hat.
Zurück