14. Alpenländischer Harmonikabewerb 2018

Das Salzburger Volksliedwerk und das Musikum Salzburg luden am 5. und 6. Oktober 2018 zum 14. Alpenländischen Harmonikabewerb in den Flachauer Gutshof ein.

150 Teilnehmer – 150 Gewinner

Der im dreijährigen Zyklus stattfindende Bewerb erfreute sich heuer wieder großer Beliebtheit – 150 Teilnehmer aus Österreich, Bayern und Südtirol stellten ihr Können unter Beweis. Es wurde dabei bewusst auf das Küren von Siegern verzichtet, denn „… Verlierer darf es in der Musik nicht geben!“, so Leit’n Toni jun./ Anton Mooslechner jun., Veranstaltungsleitung. Es wurden Wertungsprädikate von „mit ausgezeichnetem Erfolg teilgenommen“ bis „mit Erfolg teilgenommen“ vergeben.

Der Grundstein für den Alpenländischen Harmonikabewerb wurde im Jahre 1976 vom Leit´n Toni sen., von Anton Mooslechner sen., gelegt. Er wollte mit dem nun in zweiter Familiengeneration geleiteten Bewerb die Jugend für die Steirische bzw. Diatonische Harmonika begeistern. Ein Blick auf die Teilnehmerzahlen zeigt: Er tut dies bis heute.

Die Diatonische Harmonika nimmt in der alpenländischen Volksmusik vor allem einen Platz als Soloinstrument, aber auch als wichtiger Part in den unterschiedlichsten Besetzungsformen ein. Dies hängt einerseits mit der besonderen Klangfarbe und Vielseitigkeit der Steirischen Harmonika zusammen, „…im Wesentlichen aber verdanken wir den Erfolg des Instrumentes einigen markanten Musikerpersönlichkeiten.“, so Prof. Harald Dengg, Ehrenvorsitzender vom Salzburger Volksliedwerk.

Einige dieser Musikerpersönlichkeiten aus Österreich, Bayern und Südtirol saßen heuer in der Jury: Auer Hans, Häusler Hias, Bernd Prettenthaler, Franz Posch, Toni Gmachl, Leit´n Toni sen., Leit’n Toni jun., Rupert Pföß, Andreas Eßl, Manfred Rieser, Christian Hartl, Christian Margreiter, Helmut Fellinger, Ernst Zwanzleitner und Robert Schwärzer.

Der Harmonikabewerb war mit einem Teilnahmealter von 25 Jahren begrenzt. Die meisten Teilnehmer gehörten heuer der Altersgruppe der 10- bis 15-Jährigen an. Angetreten wurde in den Wertungskategorien Harmonika Solo, Harmonika Duo, Improvisation und in der Kategorie spontane Liedbegleitung.

Zuhörer waren bei den Wertungsspielen bei freiem Eintritt herzlich willkommen! Erstmals gab es heuer das Rahmenprogramm „Erlebnis Harmonikabewerb“, das bei allen Besuchern sehr gut angekam. Harmonikabauer, Trachtenmodenerzeuger, Notenaussteller uvm., informierten Teilnehmer, Eltern und Interessierte. Der Harmonikastammtisch, die Trachtenmodenschau und die Festabende machten diesen Bewerb zu einem besonderen Erlebnis.

Die zwei Festabende im Anschluss wurden von Caroline Koller vom ORF Salzburg und Bernd Prettenthaler vom ORF Steiermark moderiert.

Große Begeisterung war an den zwei volksmusikalischen Festabenden zu spüren, wo die Urkunden an alle Teilnehmer verteilt wurden und die mit dem Wertungsprädikat "Ausgezeichneter Erfolg" beurteilten Musikanten im Rampenlicht glänzten und vor dem gesamten Publikum ihr Können nochmal unter Beweis stellen konnten. Diese Festabende wurden von den Stoaberg Sängerinnen, der Wengerboch Musi, der Weißenbacher Tanzlmusi, dem Dreiwinkl G‘sang, der Gerzkopf Geigenmusi und den Hohenaschauer Musikanten festlich umrahmt.

Die Hauptveranstalter sind das Salzburger Volksliedwerk und das Musikum Salzburg.

Von der Fachjury erhielten die Teilnehmer nach dem Vorspiel in einem persönlichen Gespräch Ratschläge und Rückmeldungen. Motivation soll die Einstufung in verschiedene „Erfolge“ geben, wobei auf technische Reife, musikalischen Ausdruck, persönlichen Spielstil und die Auswahl der Stück geachtet wurde.

„Ein Gewinn ist die Teilnahme allemal: das Sichtbarwerden der/des Einzelnen in einer größeren Öffentlichkeit, das Staunen und die Freude über die Vielfalt regionaler/personaler Musikstile und das Bewusstwerden über die wichtigen sozialen Komponenten des Musizierens im Zusammenspiel.“ Roswitha Meikl, Vorsitzende Salzburger Volksliedwerk.

 

 

 

Medienberichte:

Statistik zum 14. Alpenländischen Harmonikabewerb 2018:

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