Pinzgau/Pongau (1978/1986)

Nicht immer ist es die Regel, dass spätestens einige Jahre nach den Erhebungen im Feld der gedruckte Forschungsbericht in Buchform vorliegt. Die Ergebnisse der nächsten beiden Forschungsprojekte des Volksliedwerkes, die Feldforschung Pinzgau 1978 und die Feldforschung Pongau 1986, liegen noch immer weitgehend unbearbeitet in den Archiven des Salzburger und des Österreichischen Volksliedwerkes. Das gesammelte Material gliedert sich in Fotografien, Tonbandaufnahmen und Protokolle, in denen Angaben zum Ablauf der Aufnahme, zu den Gewährsleuten und zu sonstigen Parametern der Aufnahmesituation gemacht werden. Das Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes hat diese Bestände bereits – sorgfältig geordnet – innerhalb des Datenbankverbundes der Volksliedarchive inhaltlich erschlossen. Dort ist nach Eingabe der entsprechenden Suchbegriffe genau ersichtlich, welche Aufnahmen und Begleitmaterialien unter welcher Archivsignatur zu finden sind.  Eine genaue und zuverlässige Archivierung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Feldforschungsergebnisse, wenn schon nicht innerhalb eines eigenen Bandes publiziert, zumindest einzeln eingesehen, analysiert und veröffentlicht werden können. So konnten Helga Thiel und Maria Walcher jeweils eigene Beiträge über Teilgebiete der Feldforschungen Pinzgau und Pongau im Rahmen des 13. Bandes der „Schriften zur Volksmusik“ publizieren, auch die Leiterin der damaligen Feldforschungen, Gerlinde Haid, verwendet die Aufnahmen regelmäßig im Rahmen ihrer Lehr- und Vortragstätigkeit.

 

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